Löschgruppenfahrzeug „Florian 43-1“Das Feuerwehrauto der FFW-Hofstetten ist ein LF8 auf Mercedes-Plattform, welches von GFT aufgebaut wurde. Das Auto erweiterte man im Laufe der Zeit um nützliches Zubehör. Wir möchten hier einen kurzen Abriss unserer Ausrüstung geben. „LF“ steht für Löschgruppenfahrzeug, wobei die „8“ die Wasserleistung der Pumpe von 800 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck angibt. Im Fahrzeug hat eine Löschgruppe (9 Personen) Platz. Diese besteht aus dem Gruppenführer, dem Maschinisten, einem Melder, sowie den Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp. Nur Normausrüstung gehören eine Frontpumpe, welche fest am Fahrzeug montiert ist, sowie eine Tragkraftspritze TS8/8, die im Heck untergebracht ist. Zur Brandbekämpfung sind 2 D-Schläuche, 12 C-Schläuche und 14 B-Schläuche, sowie 6 A-Saugleitungen im Fahrzeug untergebracht. Ebenso befinden sich ein Stromerzeuger mit 4,4 kW, zwei Kabeltrommeln,ein Verteiler und ein Stativ mit 2 Strahlern zur Ausleuchtung des Einsatzortes im Fahrzeug. Für den Einsatz in verrauchten oder giftigen Atmosphären stehen der FFW Hofstetten vier Pressluftatmer zur Verfügung. Die Druckflaschen mit einem Volumen von 6 Liter und 300 bar Fülldruck reichen für eine Einsatzdauer von ca. 40 Minuten. Durch den Überdruck in der Maske wird das Eindringen gefährlicher Gase verhindert.
 Zur Bekämpfung von brennenden Flüssigkeiten, wie z. B. auslaufendes Benzin bei Fahrzeugbränden, muss anstelle von Wasser ein Schaumteppich zum Ersticken der Flammen eingesetzt werden. Im Fahrzeug befinden sich dafür ein schweres und ein mittleres Schaumrohr. Zur direkten Annäherung an brennende Gegenstände dienen zwei Hitzeschutzüberzüge, die über der Atemschutzausrüstung getragen werden. So ist zum Beispiel eine Annäherung an einen Flächenbrand mit Feuerpatschern möglich. Für die technische Hilfeleistung werden noch eine Motorkettensäge incl. Schutzausrüstung, sowie Schnittschutzhose und Gesichtschutz im Fahrzeug mitgeführt. Als Zusatzausrüstung wurden in den letzten Jahren verschiedene Geräte angeschaft. Darunter befindet sich unser Hydroschild mit C-Anschluss. Damit kann ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Gebäude durch eine Wasserwand wirkungsvoll verhindert werden. Außerdem wurde ein selbstaufrichtendes Löschwasserbecken mit 5000 Liter Inhalt angeschafft. Dieses wird vornehmlich zur Wasserbevorratung bei Waldbränden oder bei Einsatzstellen mit ungenügender Wasserversorgung verwendet. Da unser Fahrzeug keinen Wassertank besitzt, schaffte sich die Feuerwehr im Jahr 2001 als besondere Zusatzausrüstung ein Impulslöschgerät „IFEX 2000“ an. Dieses wurde mit Sorgfalt in unser Fahrzeug anstelle einer zweiten Schlauchhaspel eingebaut. Das Impulslöschgerät arbeitet nach dem Prinzip, dass eine möglichst große Wasseroberfläche einen maximalen Kühleffekt bewirkt. So wird mit einer Atemschutzflasche ein Liter Wasser mit Hochdruck durch eine Membran zerstäubt.
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